05.04.2019
Blick auf ein Jahrzehnt #BIM

​Vernetzte Baumaschinen, Telematik, digitaler Zwil­ling. Die Industrie 4.0 ist defi­ni­tiv auf den Bau­stellen ange­kommen. Die Marti Gruppe blickt dieses Jahr auf zehn Jahre BIM Erfah­rung zurück. Zeit für eine Stand­ort­be­stim­mung. Wie weit ist Marti mit Buil­ding Infor­ma­tion Modeling oder #BIM?

Herr Amport: Zehn Jahre BIM. 2009 wurde die noch neue Methode für das regio­nale Eis­sport­zen­trum in Burg­dorf im Kanton Bern verwen­det. Wo ist die Marti Gruppe heute?

Jörg Amport, BIM Verantwortlicher: "Ja, damals haben wir BIM gemacht ohne zu wissen, was es ist. Nein, im Ernst. Die Marti Gruppe wendet BIM (X-DIM) mitt­ler­weile in den meis­ten Bau­spar­ten an. Grund­sätz­lich ver­wen­den wir open BIM. Im Ein­zel­fall oder auf aus­drück­li­chen Wunsch der Bau­her­ren setzen wir auch auf closed BIM."

Marti hat verschiedene Projekte mit BIM reali­siert, welche würden sie heute, Anfang 2019, her­vor­heben?
So richtig los gegangen ist es im Jahr 2012. Wir haben mit Marti Bern in Worb ein Pilot­pro­jekt für die Bestim­mung von Aus­hub und Depo­nie­men­gen auf Basis von Droh­nen­auf­nahmen umge­setzt. 





Marti BIM Projekte gewinnen Preise.
Beim Neubau des Felix Platter Spitals in Basel hat Marti Gesamt­leis­tun­gen die Koor­di­na­tion sämt­li­cher Gewerke vom Roh­bau über die Instal­la­tio­nen bis zur Ein­rich­tung in einem Gesamt­pro­jekt AS Built dem Bau­herrn übergeben. Zudem wurden Betriebs­ab­läufe mit dem Modell simu­liert. Die Pla­nungs­me­tho­dik BIM im Felix Platter-Spital ist ein schweiz­wei­tes Pilot­pro­jekt und wurde mit dem buildingSMART Inter­na­tio­nal Award 2016 sowie weite­ren inter­na­tio­na­len Fach­prei­sen aus­ge­zeich­net.

Und jetzt baut Marti Zürich sogar planlos.
Die Marti Bauunternehmungen Zürich haben in einem Pilot­pro­jekt mit Basler & Hofmann ein Büro­ge­bäude kom­plett ohne Pläne nur auf Basis von digi­talen Model­len abge­wic­kelt BIM as field. Ein Novum in der Schweiz, für welches Basler & Hofmann den inter­na­tio­na­len AEC Excel­lence Award in Los Angeles gewonnen hat.

Gehen wir in die Tiefe. In Aesch im Kanton Basel­land baut Marti Basel ein Über­füh­rungs­bau­werk. Eine Chance für BIM, das im Tief­bau noch in den Kin­der­schuhen steckt.
Dort haben wir die Basis gelegt für den Aufbau eines eigenen BIM Katalogs. Der Fokus liegt hier vor allem auf dem Infra­struk­tur­bau. Mit dem Pro­jekt sind wir in die siebte Dimen­sion von BIM vor­ge­stos­sen.

Marti ist also in den ver­schie­de­nen Berei­chen des Baus mit BIM beschäf­tigt. Wie kommt das Know-How auf die Bau­stelle?
Ein kleines Team befasst sich mit Eigen­ent­wick­lun­gen, die spezi­fisch auf die Bedürf­nisse der Firmen im Marti Netz­werk zuge­schnit­ten sind. Wir bauen junge Teams auf, die Lust haben, BIM auf der Bau­stelle erfolg­reich umzu­setzen und vor­wärts zu treiben.

Wo sehen Sie aktuell die gröss­ten Heraus­for­de­run­gen für Building Infor­mation Model­ling?
Im Infra­struk­tur­bau ist die Methode noch wenig ver­brei­tet und die Schnitt­stel­len sind noch nicht aus­rei­chend aus­for­mu­liert. Trotz­dem ist die öffent­liche Hand sehr stark an inte­grier­ten BIM Lösun­gen interes­siert und stellt immer höhere Anfor­de­run­gen in ihren Aus­schrei­bun­gen. Das können wir liefern.

Fragen: czd

Jörg Amport, BIM Verantwortlicher


 
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