#BIM to field - Alltag im Hochbau

Die Planregale in den Containern der Marti Bauführer die mit „BIM to field“ arbeiten sind leer. Nach dem Pilot beim Erweiterungsbau des Geschäftshauses von Basler & Hofmann in Esslingen geht Marti den Weg zum Baumeister 5.0 konsequent weiter. Aktuell im Bau ist das Fabrikgebäude der Ganahl AG in Mönchaltdorf ZH. Dort werden die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt weiter entwickelt und das Zusammenspiel von digitalem Zwilling, Plänen in der Cloud, Tablet und Totalstation perfektioniert.

Die digitale Baustelle interessiert, Berichte sind in Fachpublikationen in der Schweiz und in Deutschland erschienen.

Das Pilotprojekt Esslingen

In den Planregalen der Container von Bauführer Dominic Mozzetti herrscht gäh­nende Leere. Die digi­tale Bau­stelle ist hier Realität. Die Bau­herrin Basler & Hofmann will mit dem Erwei­te­rungs­bau die digi­talen Mög­lich­kei­ten beim Pla­nen und Bauen maxi­mal aus­rei­zen, heisst es auf der Homepage. Das Projekt gewann den AEC Excellence Award in der Kategorie „Small Projects“. Der Award zeichnet Projekte aus der ganzen Welt aus, die Pionierleistungen im Bereich des digitalen Planens und Bauens mit „connected BIM“ erbringen.

Konkret hat Basler & Hofmann das gesamte Bau­werk als digi­ta­len Zwil­ling fertig­ge­stellt und digital geplant, bevor auf der Bau­stelle die erste Schau­fel Erde bewegt wurde. Eine Grundvoraussetzung. Alessandro Walpen, Building Infor­ma­tion Modelling Ver­ant­wort­li­cher bei Marti Zürich, war frühzeitig ins Projekt involviert. Er sagt, „Wir sind mit einem closed BIM-Modell unter­wegs, alle Gewerke sind in einem ein­zi­gen Modell geplant.“



Aktuelle Pläne sparen Zeit

Über die Cloud können jederzeit spezielle Ansich­ten, die für den aktuellen Arbeits­schritt benö­tigt werden, auf die Bau­stelle geschickt werden. Die Daten sind immer aktuell. Das spart enorm viel Zeit – der Auf­wand für die Bewirt­schaf­tung und lau­fende Aktua­li­sie­rung der Papier­pläne ent­fällt. Es sei auf­wändig gewesen das digi­tale Bau­werks Infor­mations Modell (BIM) umzu­set­zen, weil Know-How auf­ge­baut werden musste. Aber es hat sich gelohnt: „Wer sich bei uns mit der Tech­no­lo­gie beschäf­tigt hat, ist jetzt Feuer und Flamme“, sagt Bau­füh­rer Dominic Mozzetti.

Das BIM-Team von Marti Zürich ist mittlerweile dabei, Teams zu unterstützen, die den Schritt in die digitale Zunkunft wagen wollen.

Alle Pläne und Masse online

Richtig digital zur Sache geht es auf der Bau­stelle selber. Egal ob Scha­lung, Beweh­rung oder Aus­masse. Sämt­liche Pläne und Daten und Masse sind auf einem Tablet oder einem Smart­phone in Echt­zeit ver­füg­bar.
Für Bau­füh­rer Dominic Mozzetti wird so vie­les ein­fa­cher. Jeder Punkt auf dem Bau, kann direkt aus­ge­mes­sen werden. Abwei­chun­gen las­sen sich ein­fach regi­strie­ren. Alles wird im digi­ta­len Zwil­ling erfasst. Auch die Qualitätssicherung läuft über die Cloud, Bilder werden mit Kommentaren ins Modell eingefügt und Aufgaben direkt zugewiesen. Auch digitale Checklisten lassen sich einfachst erstellen. Diese Trans­pa­renz auf der Bau­stelle hat aus Sicht der Bau­füh­rung einen ange­neh­men Neben­ef­fekt. Weil alle über die glei­chen Daten ver­fü­gen, sinkt das Kon­flikt­po­ten­zial. Dominic Mozzetti: „Wir haben prak­tisch keine Aus­ei­nan­der­set­zun­gen mehr an den Bau­sit­zun­gen.“

Projektfilm Basler & Hofmann
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