#BIM - Der Blick in die Zukunft

Bauherren setzen zunehmend auf Building Information Modeling. Marti plausibilisiert bereits in der Submissionsphase Ausschreibungen und schafft so Planungssicherheit für Bauherren. Im Infrastruktur- und Tunnelbau generieren wir Bodenschichtmodelle. Teil 2 unserer #BIM-Einführung.

czd / 15.06.2019

Herr Amport: Die Marti Gruppe versteht sich selbst als Baumeister. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit BIM auf der digitalen Baustelle erfolgreich angewendet werden kann?
Das wichtigste sind die Basisdaten der Bauherrschaft. Insbesondere georeferenzierte Daten sind zwingend notwendig. Die Planung sollte wenn möglich vorher abgestimmt werden, so dass die Rollenverteilung der Projektbeteiligten und die Datenstrukturen von Beginn weg klar geregelt sind. Wir stützen uns in der Regel auf die open BIM Philosophie ab und verwenden das Datenaustauschformat Industry Foundation Classes (ifc), welches international angewendet wird.




Im Hochbau ist BIM also angekommen und wird zum Standard. Weniger weit ist man im Infrastruktur und Tunnelbau. Weshalb?
Das schwierige im Infrastruktur und Tunnelbau ist die Unstetigkeit der Gewerke. Das betrifft die Geologie, die Lage, Höhe und Querneigung, die Breiten und weiteres. Die Einbettung des digitalen Zwillings in die Umgebung muss deshalb zwingend georeferenziert und fotorealistisch sein. Äusserst wichtig sind auch möglichst reale Bodenschichtenmodelle. Hinzu kommt, dass die Fülle der Daten die Soft- und Hardware bei solchen Projekten alle Beteiligten noch stark fordert. Zudem gibt es im Hochbau bereits internationale Normierungen, welche im Infrastrukturbau erst im Ansatz am Entstehen sind.

Welche aktuellen und zukünftigen Anwendungen von BIM werden die Effizienz im Bauhauptgewerbe, im Infrastuktur- und Tunnelbau in Zukunft steigern?
Wir unterscheiden mehrere Phasen. Heute sind wir in der Lage mit der Materialisierung, Attribuierung und der Verknüpfung von Terminprogrammen in der Submissionsphase rasch und exakt Ausschreibungen zu plausibilisieren und konkrete Angebote auszuarbeiten. Ebenso können wir bei Marti verschiedene Arten von Bodenschichtmodellen generieren, welche die Arbeitsvorbereitung und auch die Abrechnung massiv erleichtern.

Die Entwicklung bei BIM ist technologiegetrieben. Was kommt auf uns zu?
Derzeit ist eine Weiterentwicklung in den Technologien der Vermessungsgeräte festzustellen, welche in der Bauausführung die Anwendung von BIM Modellen vereinfacht. Mit den modernsten Geräten sind planlose Baustellen sowohl für kleinere als auch für grössere Objekte realistisch und bringen Vorteile in der Ausführung und Effizienzsteigerung. Ich glaube, dass in Zukunft mit BIM im Baugewerbe auch die Technologie der Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) Einzug halten wird und zwar nicht nur im Verkauf, sondern auch als Unterstützung in der Ausführung.

Lesen Sie auch den ersten Teil der #BIM-Einführung

Weitere Infos: BIM Konzept des Baumeisterverbands

Jörg Amport, BIM Verantwortlicher

 
Marti Gruppe
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