23.09.2021
Tatkräftige Unterstützung durch Lernende im Lötschental

​Über die Wochen verteilt sind rund 140 Lernende aus 14 verschiedenen Lehrberufen im Lötschental im Einsatz, jede*r Lernende jeweils für eine Woche. Absolvieren diese Jugendlichen normalerweise ihre Ausbildung in gewohntem Umfeld in einem der zwölf Ausbildungsbetriebe der Marti Gruppe, werden sie im martifuture camp vor ganz neue Herausforderungen gestellt. 

Sie erleben die gruppenübergreifende Zusammenarbeit und durch die gezielte Durchmischung einen einzigartigen Austausch und Zusammenhalt unter verschiedenen Lehrberufen und Sprachregionen. Bereits am Sonntagnachmittag reisen die Lernenden und Betreuungspersonen mit Zug und Postauto an, nach einer kleinen Information über die Lagerstruktur und einer allgemeinen Vorstellungsrunde wird die Gruppenunterkunft in Blatten definitiv bezogen und beim ersten gemeinsamen Nachtessen kann der Abend ausklingen.

Der nächste Tag beginnt, wie auch die Folgetage, bereits um 06.15 Uhr mit dem Frühstück. Um 7.00 Uhr ist die Besammlung zur Verschiebung an die aktuellen Einsatzorte, je nach anfallenden Arbeiten aufgeteilt in verschiedene Gruppen. Jede*r Lernende erhält zudem sein «Ämtli» zugewiesen, wie zum Beispiel die Verantwortung über die Notfallapotheke oder den Getränkerucksack für den jeweiligen Tag. Das Mittagessen nehmen die Gruppen dann direkt vor Ort ein, mehrheitlich draussen in der Natur. Gegen fünf Uhr erfolgt dann die Rückkehr in die Unterkunft, halb sieben gibt es ein gemeinsames Abendessen, danach können die Lernenden den Abend frei gestalten. Am Freitagnachmittag treten sie die Heimreise an, ihr persönlicher Rucksack vollgepackt mit neuen Eindrücken und Erinnerungen an ein grossartiges Gruppenprojekt in einer fantastischen Bergwelt. Und vielleicht noch ein bisschen Stolz, wenn sich der eine oder die andere über die Sprachgrenze getraut hat und auch mit den Lernenden aus den anderssprachigen Kantonen Kontakte geknüpft hat.

​DEN typischen Tag gibt es trotz der Strukturen und der wohldurchdachten Organisation nicht. Die einheimischen Betreuer teilen die Arbeit je nach Priorität und Verfügbarkeit von Ressourcen und Maschinerie ein. Dies zeigt eine Momentaufnahme Anfangs September 2021. Rund die Hälfte der Lernenden arbeitet, aufgeteilt in zwei Teilgruppen, in der Tellialp an der Erstellung neuer Suonen. Die eine Gruppe klettert zu einem Gesteinsfeld oberhalb der Tellistaffel, sucht passende Steine und spaltet diese mit Pressluftbohrern, Hämmern und Steintreibwerkzeugen, sogenannten «Ponciotti», auf die passende Grösse zu. Rund 500 m Luftlinie entfernt, arbeitet die zweite Gruppe in Richtung Weissenried mit diesen Steinen an den neuen Suonen. Der Transport der Steine über diese Strecke kann nur über den Luftweg mit dem Einsatz von Helikoptern erledigt werden. Mittags treffen sich alle zur gemeinsamen Essenspause in der Tellistaffel und kehren danach frisch gestärkt an ihre Einsatzorte zurück, beide sind nur zu Fuss erreichbar. Betreut und angeleitet werden sie dabei von einem erfahrenen Einheimischen vom Forst Lötschental.


Die zweite Hälfte der Lernenden arbeitet an diesem Tag auf der anderen Talseite oberhalb von Wiler an der Instandsetzung von Wanderwegen. Der dortige Betreuer, ein Mitarbeitender der Infrastruktur Lötschental, nutzt die Gunst der Stunde und zieht zwei der Lernenden für eine Stunde von diesem Einsatzort ab. Oberhalb der Lauchernalp, gut 2 000 m über Meer, versetzen sie zusammen an fantastischer Aussicht eine neue Holzbank und klatschen danach zufrieden ab. Auch für ihn sind die Lernenden eine Bereicherung, er freut sich immer über diese Wochen der Unterstützung und den Kontakt mit den jungen Berufsleuten der Marti Gruppe. Auch bei den Einheimischen stösst der Einsatz der Lernenden im Lötschental auf viel Interesse und Wertschätzung. Kurz zusammengefasst: Ein Gewinn für alle Beteiligten, im 2022 kann es so weitergehen! 
 
Marti Gruppe
Seedorffeldstrasse 21
3302 Moosseedorf
+41 31 388 75 75

IT-Support