09.11.2021
Schlussphase bei der Swiss Life Arena in Zürich

​Obwohl noch umstellt von Kränen, Gerüsten, Maschinen und Baumaterialien, ist der imposante Neubau schon jetzt ein Blickfang. Wer aus westlicher Richtung in Zürich einfährt – egal ob mit dem Auto oder Zug – dem sticht der Bau mit den markanten Sichtbetonfassaden sofort ins Auge. Eingebettet zwischen dem Bahnhof Altstetten und der A1, nimmt die Swiss Life Arena ihre endgültige Form an. Auf rund 28 000 m2 Grundstückfläche wird in der multifunktionalen Arena künftig moderneste Infrastruktur zur Ausführung diverser Events angeboten. Und die ZSC Lions erhalten ihre neue Heimstätte.

170 m lang, 110 m breit und bis zu 33 m hoch ist das Gebäude, dessen Aussenfassaden durch aussergewöhnliche Strukturen in weissem Sichtbeton bestechen. An den kürzeren Süd- und Nordseiten wellen sich die Fassaden wie ein Vorhang, regelmässig unterbrochen von gläsernen Bullaugen. Die Fassaden der beiden Längsseiten hingegen bestehen aus jeweils 24 konkaven Halbbögen in gleichmässigen Wellenmustern. Darunter liegen schützende Arkaden für die Besuchenden, getragen von massiven Sichtbetonsäulen in Schwarz. Die Herstellung dieser Sichtbetonfassaden mit aussergewöhnlichen Strukturen war für alle Beteiligten äusserst herausfordernd. In unserem Newsbeitrag vom Februar 2020 haben wir darüber ausführlicher berichtet.

Nicht weniger eindrücklich geht es im Innern des Neubaus weiter. Mittelpunkt ist die Arena mit der imposanten Zuschauertribüne aus Betonelementen. Aussergewöhnliche Lichtkelche in den Sichtbetonwänden sorgen hier für einen weiteren Blickfang. Beidseitig flankieren zwei direkt angrenzende Gebäude die Arena, überspannt wird das Ganze mit einem Fachwerkdach aus Stahl.

Im Sockelbau Süd in Blickrichtung Bahnlinie entsteht die Einstellhalle mit 370 Parkplätzen. Von der darüber liegenden öffentlich zugänglichen Zuschauer-Terrasse werden die Besuchenden zukünftig direkten Zugang zu der Arena haben. Wie auch zu der Gastronomie, die sich neben Mietflächen zur Drittbenutzung im Hochbau Süd befindet.

Der gegenüberliegende Sockelbau Nord beherbergt nebst Garderoben, Produktionsküche, Technik und Verwaltungsräumen ein weiteres bautechnisches Highlight. Im ersten Geschoss befindet sich hier ein Trainingseisfeld in Originalgrösse, ausgerüstet mit einer kleinen Tribüne und damit auch für Nachwuchsspiele geeignet. Die grossflächige Decke über dem Eisfeld konnte nicht konventionell gestützt werden, weshalb die Decke von oben mit einem Betonfachwerk getragen wird. Einiges an Recherchearbeit war notwendig, um diese alte Bautechnik anzuwenden. Nun sorgen die Fachwerkträger aus Sichtbeton im darüberliegenden Business-Club für spannende Kontraste. Weiter oben im Hochbau Nord werden sich Logen und Räumlichkeiten für die mediale Berichterstattung befinden.

​Für die Unternehmungen der Marti Gruppe neigt sich nun die Bauzeit der Arena dem Ende zu. Neben der Marti AG, Bauunternehmung Zürich, beteiligten sich die Marti AG Bern mit ihren bewährten Spriessungen und Grund- und Tiefbau Solothurn mit Spundwandarbeiten. Marcel Lappert, dem Projektleiter von Marti Zürich, wird dieser Bau immer in Erinnerung bleiben. "So einem anspruchsvollen und komplexen Projekt begegnet man wahrscheinlich nur einmal im Leben", schwärmt er. Nun wird der Rohbau laufend dem Bauherrn übergeben. Und im August 2022 wird die Swisslife Arena offiziell eröffnet.

 
Marti Gruppe
Seedorffeldstrasse 21
3302 Moosseedorf
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