17.12.2020
Letzter Beton am Roche Bau 2

​Trüb zeigt sich dieser 1. Dezember 2020, es regnet. Trotzdem strahlen die Mit­ar­bei­ten­den der ARGE Marti und die Abge­sand­ten von Bau­herr, Bau­lei­tung und Inge­nieur­büro um die Wette. Heute ist ein gros­ser Tag zuo­berst auf dem Roh­bau des Roche Tower 2, der letzte Beton wird in luftiger Höhe von rund 200 Metern ein­ge­bracht. Der Polier Adamo Bono setzt mit einem Glas Weiss­wein in der Hand zu einer klei­nen Dan­kes­rede an, bedankt sich bei seiner Mann­schaft und weiteren Beteiligten. Zusam­men haben sie seit Juli 2018 den Bau in die Höhe getrie­ben, nun kön­nen sie die Betonarbeiten sogar vor dem geplan­ten Ter­min abschlies­sen.

​Der Blick von Adamo Bono fällt auf das Neben­ge­bäude, den Roche Bau 1. Bis vor kurzem war dieser Turm mit einer Höhe von 178 Metern und 41 Etagen das höchste Gebäude der Schweiz, fertig­ge­stellt im Jahr 2015 von der­sel­ben Mann­schaft, die nun neben Bono steht und zufrie­den mit sich und der Welt ist. Umso stolzer sind diese Arbeiter nun auf das neue Gebäude, das diesen ersten Bau um weitere knapp 30 Meter überragt. Fertig ausgebaut wird der Roche Bau 2 auf 50 Etagen Platz für bis zu 3100 Mitar­bei­ten­de der Hoffmann La Roche AG bieten.

In den Stolz der Mannschaft mischt sich auch eine gewisse Erleich­te­rung, ein ein­fa­ches Pro­jekt war das nicht. Die Bau­stelle befindet sich mitten in über­bau­tem Gebiet, fast direkt am Ufer des Rheins. Die Mate­rial­an­lie­fe­run­gen muss­ten haar­genau geplant, orga­ni­siert und koor­di­niert wer­den, eine rie­sige Heraus­for­de­rung, der sich die beiden Bau­führer Armin Looser und Toni Würsch gestellt haben. "Zurück­lehnen geht nicht, die Arbeits­vor­be­rei­tung ist das ent­schei­dende Element" wusste Armin Looser im August 2019 zu erzählen, das hat sich bis zuletzt nicht verändert.

​Die Betonierung des immer höher werdenden Gebäudes war nur mit einer aus­­ge­­klü­­gel­­ten Klet­ter­scha­lung mög­lich, pro Stock­werk benö­tigte die Mann­schaft durchschnittlich zwi­schen sieben und zehn Tagen. Der Auf­stieg zu und die Arbeit an den jewei­li­gen Stock­wer­ken war beschwer­lich. Vor den Wetter­ein­flüs­sen – vor allem den Winden in luftiger Höhe wurden die Arbei­ter mit einem speziell ange­fer­tig­ten Wind­schild geschützt.

Und nun, an diesem Regentag im Dezember, fällt die Anspan­nung von den Arbei­tern ab. Glück­li­che Gesich­ter, gefüllte Wein­gläser, emo­tio­nale Reden – der feh­lende Son­nen­schein wird zur Neben­säch­lich­keit. Fast auf den Tag genau sechs Jahre zuvor konnte der Roh­bau vom klei­nen Bruder Roche Bau 1 abge­schlos­sen werden, nun wird dieser vom neuen Bau überragt. Ja, die Mann­schaft ist stolz auf ihre Werke, zurecht!

 
Marti Gruppe
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