12.03.2019
Upgrade fürs Cern

​Das Projekt umfasst einen 60 Meter tiefen Schacht, die gut 50 Meter lange und 20 Meter hohe Cryogenic Kaverne sowie den 300 Meter langen Long Power Converter Stollen und 4 Service Stollen, die den bestehenden Teilchenbeschleunigerring mit den neuen Anlagen verbinden. Der sogenannte Hi-Lumi wird die Leistungsfähigkeit des bestehenden Teilchenbeschleunigers LHC erhöhen. Der Beschleuniger schafft aktuell eine Milliarde Protonenkollisionen in der Sekunde, fünf Milliarden Kollisionen sollen es werden.

​Zugang über den Schacht

Die Arbeiten an der Kaverne und den neuen Stollen sind aufwändig, die Profile der einzelnen Abschnitte wechseln häufig. Was bei der Konzeption der Schalungen berücksichtigt werden muss.

Der Zugang zur Kaverne und den Stollen erfolgt über den zentralen Schacht. Sämtliches Material und das Personal erreichen die Baustelle von oben. Aufwändig ist auch die Überwachung der Baustelle. Alle Bauzustände werden mit Konvergenzmessungen, Extensometern und Dehnungsstreifen erfasst.

Keine Erschütterungen​

Eine Auflage ist, dass die Arbeiten am Schacht die laufenden Experimente der Forscher des Cern nicht beeinträchtigen durften. Im Werkhof von Marti Tunnel bauten unsere Techniker deshalb zwei Maschinen auf Elektrobetrieb um. So war sichergestellt, dass die Arbeiten am Schacht möglichst ohne Erschütterungen ausgeführt werden konnten. Seit der Teilchenbeschleuniger abgeschaltet und in Revision ist, setzen die Teams am Cern wieder normales Tunnelbaugerät ein.

Marti eigenes Joint Venture​

An der Arbeitsgemeinschaft, Joint Venture Marti Meyrin, beteiligt sind neben Marti Tunnel, die Marti Deutschland GmbH und die Marti Österreich GmbH. Die Genfer Marti Constructions ist für Arbeiten im Spezialtiefbau und bei der Baustelleninstallation zuständig. Zum Projekt gehört auch der Bau von fünf oberirdischen Gebäuden.

Link zum HiLumi Projektvideo

Bericht Engineering News-Record (Englisch)

 
Marti Gruppe
Seedorffeldstrasse 21
3302 Moosseedorf
+41 31 388 75 75

IT-Support