Builiding Information Modelling; BIM; digitale Baustelle;
02.11.2018
Die digitale Baustelle ist real

Im Planregal im Container von Bauführer Dominic Mozzetti herrscht gäh­nende Leere. Die digi­tale Bau­stelle ist Realität. Die Bau­herrin Basler & Hofmann will mit dem Erwei­te­rungs­bau die digi­talen Mög­lich­kei­ten beim Pla­nen und Bauen maxi­mal aus­rei­zen, heisst es auf der Homepage. Konkret hat Basler & Hofmann das gesamte Bau­werk als digi­ta­len Zwil­ling fertig­ge­stellt und digital geplant, bevor auf der Bau­stelle die erste Schau­fel Erde bewegt wurde. Mass­geb­lich an der Umset­zung betei­ligt war Marti Zürich. Alessandro Walpen, Building Infor­ma­tion Modelling Ver­ant­wort­li­cher sagt, „Wir sind mit einem closed BIM-Modell unter­wegs, alle Gewerke sind in einem ein­zi­gen Modell geplant.“

​Aktuelle Pläne sparen Zeit

Über die Cloud können jederzeit spezielle Ansich­ten, die für den aktuellen Arbeits­schritt benö­tigt werden, auf die Bau­stelle geschickt werden.  Die Daten sind jeder­zeit aktuell. Das spart enorm viel Zeit – der Auf­wand für die Bewirt­schaf­tung und lau­fende Aktua­li­sie­rung der Papier­pläne ent­fällt. Es sei auf­wändig gewesen das digi­tale Bau­werks Infor­mations Modell (BIM) umzu­set­zen, weil Know-How auf­ge­baut werden musste. Aber es hat sich gelohnt: „Wer sich bei uns mit der Tech­no­lo­gie beschäf­tigt hat, ist jetzt Feuer und Flamme“, sagt Bau­füh­rer Dominic Mozzetti.

​Alle Pläne und Masse online

Richtig digital zur Sache geht es auf der Bau­stelle selber. Egal ob Scha­lung, Beweh­rung oder Aus­masse. Sämt­liche Pläne und Daten und Masse sind auf einem Tablet oder einem Smart­phone in Echt­zeit ver­füg­bar.

Für Bau­füh­rer Dominic Mozzetti wird so vie­les ein­fa­cher. Jeder Punkt auf dem Bau, kann direkt aus­ge­mes­sen werden. Abwei­chun­gen las­sen sich ein­fach regi­strie­ren. Alles wird im digi­ta­len Zwil­ling erfasst. Diese Trans­pa­renz auf der Bau­stelle hat aus Sicht der Bau­füh­rung einen ange­neh­men Neben­ef­fekt. Weil alle über die glei­chen Daten ver­fü­gen, sinkt das Kon­flikt­po­ten­zial.

Bau­füh­rer Dominic Mozzetti sagt: „Wir haben prak­tisch keine Aus­ei­nan­der­set­zun­gen mehr an den Bau­sit­zun­gen.“

​Pionierleistung im Bereich connected BIM

Wie wegweisend das Projekt ist, zeigt die Nomi­na­tion für die dies­jäh­ri­gen AEC Excel­lence Awards. Der Award zeich­net Pro­jekte in den Kate­go­rien Infra­struc­ture, Buil­ding und Con­struc­tion aus, die Pio­nier­leis­tun­gen im Bereich des digi­ta­len Pla­nen und Bau­ens mit „con­nec­ted BIM“ erbrin­gen.

256 Projekte aus 32 Ländern sind dort am Start. Der Preis wird in den Berei­chen Infra­struc­ture, Buil­ding und Con­struc­tion ver­ge­ben. Das Pro­jekt von Basler & Hof­mann gehört zu den drei Fina­lis­ten in der Kate­go­rie „Buil­ding - Small Pro­jects“ bis 20 Mil­lionen Dollar.

Basler & Hofmann Projektfilm

 
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