Aufbau Containermobile Bodenwaschanlage Simatec
18.08.2020
Kompakter Kraftwürfel für die Bodenwäsche

​Aushub- und Ausbruchmaterial ist mit jährlich rund 40 - 60 Millionen Tonnen die mit Abstand grösste Abfallmenge, die in der Schweiz anfällt. Neben unbelastetem Material gibt es auch verschmutztes oder belastetes Material, das gemäss der Abfallverordnung (VVEA) auf einer Deponie abgelagert werden muss. Vor der Ablagerung sind die verwertbaren Bestandteile wie etwa Kies und Sand abzutrennen, das verlangt der Gesetzgeber.

​Simatec hat für die Zürcher Recyclingfirma Richi eine semimobile Thermowaschanlage konzipiert und gebaut, die diese Aufgabe erledigt. Die 35 Meter lange, 15 Meter breite und knapp zwölf Meter hohe Anlage wird mit Aushub, Feststoffen, Strassenwischgut und Bohrschlämmen fertig, die Bentonit, chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten können. Bei maximaler Verschmutzung reinigt die Anlage 80 Tonnen Material in der Stunde.

40-Fuss Stahlrahmen

Die Bodenwaschanlage besteht aus mehr als 50 Stahlrahmen – die grössten entsprechen 40-Fuss Schiffscontainern – diese können einzeln auf Lastwagen transportiert werden. Das Konzept der containermobilen Anlagen wurde von Simatec für das Kieswerk der ARGE Marti Eppenberg entwickelt, wo der Ausbruch aus dem Eppenbergtunnel aufbereitet und gereinigt worden ist. Das Material konnte danach für den Bau der Tunnelröhre, der Portale und der Zufahrtstrassen verwendet werden.

Die zuständige Projektleiterin bei Simatec ist Damaris Ryser. Sie sagt: "Die Planung der Anlage war und ist herausfordernd." Wegen des mobilen Designs gebe es sehr viele Schnittstellen, Anschlüsse und Verrohrungen, welche die Aggregate in den Stahlelementen verbinden. Darum hat das Simatec Team die Anlage im Werkhof von Marti im Moosseedorf vormontiert. So ist sichergestellt, dass während der Montage beim Kunden nur noch minimale Anpassungen nötig sind. "Mit diesem Vorgehen sind wir zu 95 Prozent sicher, dass alles klappt", sagt Damaris Ryser.

Kompakt und zugänglich

Die Anlage wird beim Kunden in eine bestehende Halle eingebaut, neben der Thermowaschanlage enthält sie Komponenten, die das Material grob aufteilen, sechs sogenannte Hochklärer für die Bodenwäsche und zwei Kammerfilterpressen. Beschickt wird die Anlage aus einem Aufgabebunker. Die containermobilen Anlagen sind sehr kompakt, dennoch ist die Zugänglichkeit für die Wartung hervorragend. Die Laufstege sind mindestens einen Meter breit. "Es sind kompakte mobile Kraftwürfel", sagt Simatec Geschäftsführer Thomas Kopp.

 
Marti Gruppe
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