Baustelle Corona Massnahmen BAG
15.04.2020
Bauen unter Corona-Bedingungen

​Auf der Baustelle von Marti Gesamtleistungen auf der Schäferhöhe in Zollikofen ist auf den ersten Blick alles normal. Arbeitslärm, die Kräne drehen sich. Die Corona-Plakate des Bundesamts für Gesundheit (BAG) sind nicht zu übersehen. Daneben hängen Pläne für die Pausen, sie finden gestaffelt statt. Selbstverständlich gibt es in den sanitären Anlagen fliessendes Wasser und Seife, eine grosse Rolle mit Einweghandtüchern und Desinfektionsmittel.

Wer neu auf die Baustelle kommt, wird über die Abstandsregeln instruiert, erhält ein Merkblatt in seiner Muttersprache und unterschreibt, dass er informiert worden ist.

​Die Projektleiter Enis Lufi und Sandro Andres haben das Bauprogramm angepasst. „Wir planen so, dass die Unternehmen sich nicht in die Quere kommen, das klappt gut. Unsere Leute halten sich an die Regeln, die wollen ja auch nicht angesteckt werden.“ Aktuell ruht der Einbau der Fassaden, weil die schweren Fassadenelemente nur 1.50 Meter breit sind. Unmöglich diese Arbeiten unter Social-Distancing-Auflagen auszuführen.

Keine Beanstandungen der Suva

Frank Raddatz, Leiter der Sicherheitsabteilung der Marti Gruppe, und das Team der Sicherheitsbeauftragten hat ein Auge darauf, dass die Corona-Regeln eingehalten werden. „Die Suva hat bisher keine unserer Baustellen beanstandet“, sagt er. Laut einem Bericht der Suva, den das „Baublatt" zitiert, gilt das für die überwiegende Mehrheit aller Baustellen. Demzufolge wurden seit Ende März mehr als 1900 Baustellen kontrolliert. 97 Prozent der Kontrollen blieben ohne Beanstandungen.

Raddatz ist Mitglied der Task Force Corona der Marti Gruppe, bei der seit Anfang März die Fäden zusammenlaufen, er sagt: „Unsere Kader brauchen einiges an Organisationstalent, um die Ausnahmesituation zu meistern.“

​Für besonderes Aufsehen sorgte die Berichterstattung über die Roche Baustellen in Basel. Die ARGE Roche Bau 2 ist exponiert, schliesslich überragt die Baustelle des zweiten Roche Towers die anderen Neubauten. Toni Würsch von Marti Zürich, der die Baustelle zusammen mit Armin Looser von Marti Basel leitet, sagt: „Gemeinsam mit dem Bauherrn haben wir schon Anfang März Massnahmen ergriffen, um die Leute zu schützen“.

Nur noch fünf Personen im Fassadenlift

Im Fassadenlift, den normalerweise 30 Personen benützen dürfen, wurde die Kapazität stufenweise auf eine Maximalbelegung von fünf Personen reduziert. Auch hier wurden die Pausenzeiten der verschiedenen Gewerke aufgeteilt. Und in der Kletterschalung wo es sehr eng ist, habe man die Arbeiten anders organisiert und entsprechende Schutz- und Hygieneausrüstung zur Verfügung gestellt. Auch hier können die Arbeiter die Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

 
Marti Gruppe
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