BIM Modell digital Twin RBZ Hauptbahnhof Zürich
 
Jede #BIM Plattform ist okay

​Die Baustelle für das Radsatzbearbeitungszentrum (RBZ) liegt mitten im Gleisfeld unter der Duttweilerbrücke in Zürich Aussersihl. Zwischen den Gleisen ist es eng. Das Bauprojekt ist aufwändig, die Geometrie verschachtelt und die Struktur des Tragwerks kompliziert. Der Untergrund im Limmatschotter führt Grundwasser, was Spundwände als Baugrubenabschluss nötig macht.

​"Alle Gewerke arbeiteten bei der Planung der Anlage im digitalen Zwilling zusammen" sagt Alessandro Walpen, BIM-Manager von Marti Zürich. Die Elemente sind in einem Koordinatensystem platziert, räumliche Beziehungen und Überschneidungen im Modell sichtbar.

Dreh und Angelpunkt ist BIM Team

Die Planer von afry haben die Elemente basierend auf den Anforderungen des Baumeisters Marti auf der Trimble BIM-Plattform tekla attributiert. "Welches Tool der Planer verwendet, spielt für Marti keine Rolle," sagt BIM-Teamleiter Jörg Amport, "wir können alle Daten verwenden, sofern diese den gültigen Normierungen entsprechen. Dreh und Angelpunkt bei uns ist BIM-Team von Lexocad." Man bevorzuge grundsätzlich eine openBIM-Lösung.

Generell ist Marti also in der Lage, BIM-to-field und Field-to-BIM unabghängig von der Software der Kunden anzuwenden.

Die Installationsplanung und die Wasserhaltung erfolgt im digitalen Zwilling, auch die Bauablaufplanung in der vierten BIM-Dimension kann von Marti im technischen Büro vor Baubeginn automatisiert simuliert werden.

​Lean Management dank Bauablaufsimulation

Der Polier auf der Baustelle optimiert dann den Bauablauf und die Logistik auf dem Bauplatz. "Hier im Gleisfeld unterhalb der Duttweilerbrücke hat sich gezeigt, dass es am sinnvollsten ist, wenn wir die Anlage von West nach Ost bauen", erklärt Thomas Plüss, "so kann ich unnötige Transporte vermeiden." Das richtige Material ist in der richtigen Menge zur richtigen Zeit am richtigen Ort; gemäss dem Motto “lean management”.

​Wie schon bei den Projekten in Esslingen und Mönchaltdorf ist das Team von Marti auf der Baustelle digital unterwegs. "Wir brauchen keine Achsen mehr, um abzustecken", sagt Polier Thomas Plüss, "die Totalstation weiss, wo sie ist. Das reicht."

Die Eisenleger etwa arbeiten mit einem Tablet. Auf dem Display ist die Bewehrung mitsamt den Attributen zu sehen, die für effizientes Arbeiten nötig sind.

Synchronisation as-built

Der Baufortschritt, die Prüfprotokolle und Ausmasse werden as-built mit dem digitalen Zwilling synchronisiert. In der fünften Dimension können die Projektbeteiligten den Baufortschritt und die Kostenentwicklung im zeitlichen Verlauf visualisieren. Diese Daten werden einmal im Monat über die tekla Plattform mit den Planern von Afry synchronisiert.

Der Bauherr kann den digitalen Zwilling übernehmen und in der siebten Dimension die Wartung und den Unterhalt planen und organisieren. Alle Informationen wie Wartungs- und Bedienungsanleitungen, Garantiedaten, Herstellerinformationen und -kontakte sind hinterlegt. Am Ende der Betriebsdauer kann dank dem digitalen Zwilling der Rückbau geplant werden.

 
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